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Wirbelwind
und Zappelphilipp AD(H)S bei Kindern
Ergotherapeutin
Doren Späker spricht im nächsten Vortrag der Reihe "Gesundheit!"
im St. Josef Krankenhaus Monheim am 8. Februar 2010 zum Thema "AD(H)S
bei Kindern"
Wenn ihr fünfjähriger
Sohn wieder durch die Wohnung tobt, umgestürzte Stühle und zerbrochenes
Glas hinterlässt und sich nicht aufs Anziehen konzentrieren kann,
ist für die Mutter der Tag schon gelaufen, ehe sie sich mit dem
Kleinen überhaupt auf dem Weg zum Kindergarten machen konnte. Dort
angekommen nimmt die Erzieherin sie zur Seite und erklärt ihr, dass
der Junge zu einer Belastung für die ganze Gruppe wird, weil er
sich impulsiv verhält und sich selbst und andere dadurch stört und
gefährdet.
Ein Kind,
das umgangssprachlich liebevoll als Wirbelwind oder Zappelphilipp
bezeichnet wird, ist für viele Eltern, Freunde sowie Geschwister
eine harte Belastungsprobe. Und auch die Kinder und Jugendlichen
selbst sind sich ihres Andersseins bewusst und leiden darunter.
"Kinder, die
an einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, kurz ADHS
leiden, können nicht still und gerade sitzen, weil sie zu hibbelig
sind. Dies kann von einer wenig ausgeprägten Muskelspannung kommen",
beschreibt Doren Späker, Ergotherapeutin im Therapiezentrum Monheim,
die motorischen Probleme aufmerksamkeitsgestörter Kinder. Schulprobleme,
ein als aggressiv empfundenes impulsives Verhalten, Konzentrationsschwächen
- diesen und anderen Begleiterscheinungen der Erkrankung versucht
die Ergotherapeutin abzuhelfen. "Die Kinder brauchen klare Grenzen
und Verhaltensregeln - Rituale bieten Sicherheit", weiß Doren Späker,
zu deren Schwerpunkten die Behandlung von AD(H)S-Kindern gehört.
Sie schließt zu Therapiebeginn einen Behandlungsvertrag mit den
Kleinen ab, damit sie lernen, sich an Absprachen zu halten. Anhand
der Hausaufgaben erstellt sie individuelle Lernanreize, die die
Konzentration fördern. Auch die Elternarbeit ist in diesem Zusammenhang
sehr wichtig. "Eltern müssen klare Strukturen und Verlässlichkeit
bieten, um den Kindern Sicherheit zu geben und Grenzen zu zeigen",
weiß Doren Späker. Ein Strategie-Training, das auch die Eltern mit
einbezieht, ist deshalb besonders wichtig. So sollten die Kinder
auch Gelegenheit erhalten, sich in der Natur oder beim Sport körperlich
zu betätigen und auszupowern. Eine medikamentöse Behandlung, zum
Beispiel mit Ritalin, kann so häufig vermieden oder weitgehend eingeschränkt
werden.
ADHS ist eine
medizinische Krankheitsbezeichnung für ein Störungsbild, das Aufmerksamkeitsschwäche,
überschießende Impulsivität und häufig auch extreme Unruhe miteinander
vereint. Neben der hyperaktiv-impulsiven Ausprägungen - dem charakteristischen
Zappelphilipp - gibt es auch vorwiegend aufmerksamkeitsgestörte
Kinder. Da es sich hierbei meist um Mädchen handelt, wird diese
Ausprägung gerne als "Träumsuse" bezeichnet. Häufig tritt die Erkrankung
in einer Mischform auf.
Die verschiedenen
Erscheinungsformen von AD(H)S, deren Ursachen, Diagnostik und Therapie
sind Thema des nächsten Vortrags der Reihe "Gesundheit!" im St.
Josef Krankenhaus Monheim am Montag, 8. Februar 2010. Ergotherapeutin
Doren Späker erklärt den ergotherapeutischen Behandlungszyklus und
bietet konkrete Hilfestellungen in bestimmten Alltagssituationen.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Termin:
8. Februar 2010, 19.30 Uhr
Wirbelwind und Zappelphilipp AD(H)S bei Kindern
Referentin: Doren Späker, Ergotherapeutin, Therapiezentrum Monheim
Ort: Veranstaltungsraum 3. Etage, St. Josef Krankenhaus Monheim,
Alte Schulstraße 21-23
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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