|
Für
ein gutes Bauchgefühl - Darm und Magen im Blickpunkt
Darm und
Magen leisten Tag und Nacht wertvolle Arbeit für den Körper.
Erst wenn sie schmerzen oder ihre Tätigkeit eingeschränkt ist, wird
ihre Wichtigkeit bewusst. Die operative Behandlung von Darmvorfällen
sowie Erkrankungen des Magens sind Themen eines Patientenforums,
zu dem Dr. Michael Lipke, Chefarzt Innere Medizin, und Dr. Georg
Kesimidis, Chefarzt Allgemeine Chirurgie mit Colo-Proktologie, am
3. März 2010 ins Kplus Forum Hilden einladen.
Was ist ein
Darmvorfall? Wer ist davon besonders betroffen?
Dr. Georg Kesimidis: "Bei einem Darmvorfall handelt es sich um eine
Erkrankung, von der besonders Frauen betroffen sind, die älter als
50 Jahre sind und die mehrere Kinder auf natürlichem Wege geboren
haben. Aber auch Patienten, die an einer chronischen Verstopfung
oder Dickdarmkrebs leiden, können einen Darmvorfall bekommen. Die
entstehende Beckenbodenschwäche sorgt dafür, dass sich bestimmte
Darmschichten durch den Analkanal aus dem Körper schieben und eine
Aussackung entsteht. Das ist besonders unangenehm und geht mit Schmerzen,
Blut im Stuhl, Inkontinenz, Nässen und Juckreiz einher. Die Betroffenen
haben Angst in die Öffentlichkeit zu gehen und meiden soziale Kontakte."
Wie behandeln
Sie eine solche Erkrankung?
Dr.
Georg Kesimidis: "Die modernste Methode ist die so genannte Contour-Transtar-Methode.
Die Operation wird ohne großen Bauchschnitt mit einem Spezialinstrument
durchgeführt. Diese Methode belastet die Betroffenen wenig, da es
keine lange Wundheilung gibt und die Patienten nach der Operation
schnell wieder normale Nahrung zu sich nehmen können. Wir führen
diese Methode am St. Josefs Krankenhaus Hilden mit sehr gutem Erfolg
seit 2007 durch - und konnten so schon vielen Patienten helfen,
Ihre Lebensqualität wieder herzustellen."
Auch der
kranke Magen vermindert die Lebensqualität vieler Betroffenen. Welche
Magenerkrankungen treten besonders häufig auf?
Dr. Michael Lipke: "Besonders die Magenschleimhautentzündung und
das Magengeschwür schränken viele Betroffene in ihrem alltäglichen
Leben ein. Eine akute Magenschleimhautentzündung geht mit starken
Schmerzen einher, aber auch Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen
können Anzeichen einer solchen Gastritis sein. Häufig wird eine
Entzündung der Magenschleimhaut durch Stress ausgelöst, aber auch
Verletzungen oder Lebens-mittelvergiftungen können Ursachen sein.
Eine unbehandelte Gastritis kann ein Magengeschwür oder sogar Magenkrebs
nach sich ziehen."
Wie können
Sie helfen?
Dr. Michael Lipke: "Zur Diagnose eines Magengeschwüres wird in der
Regel eine Magenspiegelung - die so genannte Gastroskopie durchgeführt.
Zur Linderung der Beschwerden werden zumeist säurehemmende Medikamente
eingesetzt. Eine Operation ist nur in schweren Fällen notwendig.
Bei einer Magen-schleimhautentzündung reichen die Möglichkeiten
von einem vorübergehenden Nahrungsverzicht über das Vermeiden auslösender
Faktoren bis hin zur Einnahme von Medikamenten. Eine akute Gastritis
heilt aber normalerweise recht schnell. Ein magenfreundliches Verhalten
- etwa weniger Stress und Aufregung sowie eine säurearme, leichte
Ernährung - helfen hier schon weiter."
Was erwartet
die Besucher des Patientenforums?
Dr. Georg Kesimidis: "In unseren Vorträgen berichten wir praxisnah
über die beiden Themen und zeigen verschiedene Behandlungsalternativen
der jeweiligen Erkrankungen auf. Danach stehen wir selbstverständlich
für Fragen zur Verfügung."
Vortragsveranstaltung
im Kplus Forum Hilden am St. Josefs Krankenhaus
Mittwoch, 3. März 2010, 18 Uhr
Für ein
gutes Bauchgefühl - Darm und Magen im Blickpunkt
Referenten
Dr. Georg Kesimidis, Chefarzt Allgemeine Chirurgie mit Proktologie
Darmvorfall - Operation ohne Bauchschnitt
Dr. Michael
Lipke, Chefarzt Innere Medizin
Der kranke Magen
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
|