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Zum Atmen
in die Zelle
Die Zahl
der Lungenerkrankungen nimmt stetig zu und so der Bedarf
nach speziellen Untersuchungen der Atmungsorgane. Der so genannte
Bodyplethysmograph ermöglicht die Untersuchung des Atemwegs-
Widerstandes und des Lungenvolumens und erweitert seit neuestem
das diagnostische Spektrum des St. Josef Krankenhauses Monheim.
Monika Witos
atmet zuerst ruhig vor sich hin, dann holt sie einmal tief Luft
und atmet mit viel Kraft aus. Ihre Nase ist mit einer Nasenklammer
blockiert, die Lippen hat sie um ein Mundstück geschlossen. Neben
ihr beobachtet Dr. Ralph Schumacher, Chefarzt der Inneren Medizin
im St. Josef Krankenhaus Monheim, auf dem Computerbildschirm konzentriert
die dort abgebildeten Kurven und Werte. Monika Witos sitzt in einem
Bodyplethysmographen, einem Gerät zur Messung der Lungenfunktion.
"Wir sind froh,
dass wir mit der Anschaffung dieses Gerätes in den Untersuchungsmöglichkeiten
unserer Patienten einen deutlichen Schritt nach vorn machen konnten",
freut sich Dr. Ralph Schumacher. Denn jetzt haben die Patienten
den Vorteil, dass sie auch für eine umfassendere Untersuchung ihrer
Lungenfunktionswerte das Monheimer Krankenhaus nicht mehr verlassen
müssen. Und es werden immer mehr Patienten, die eine solche Untersuchung
benötigen: Die Zahl der Lungenerkrankungen nimmt stetig zu. Stärker
werdende Umwelteinflüsse wie Abgase und Feinstäube, aber auch eine
ungesündere Lebensweise tragen dazu bei, dass Lungenkrebs mit zu
den Top 4 der Tumorerkrankungen in Deutschland zählt. Aber auch
Asthma sowie andere chronische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch.
"Unsere diagnostischen
und therapeutischen Bemühungen können wir nun mit gezielten Messungen
unmittelbar vor Ort untermauern", macht Dr. Ralph Schumacher deutlich.
Der Bodyplethysmograph von Ärzten und Schwestern kurz
und fast liebevoll Body genannt sieht ein bisschen
aus wie eine Telefonzelle mit einem kleinen Hocker. Anstelle des
Telefons findet sich jedoch ein beweglicher Arm mit der Messeinheit
des Gerätes. Hinter dem Patienten wird die Kabinentür luftdicht
verschlossen. Dies ermöglicht die Bestimmung einer Dehnung oder
Kompression des Brustkorbes während der Patient in das Mundstück
atmet. Die Druckverhältnisse ändern sich nur durch die Atembewegungen,
nicht durch äußere Faktoren. "So kann die Bewegungsfähigkeit des
Brustkorbes gemessen werden", erläutert Dr. Ralph Schumacher. Gleichzeit
wird über das Mundstück der Atemwiderstand gemessen, der Rückschlüsse
darauf zulässt, wie stark die Atemwege blockiert oder verengt sind
und so das Atmen erschweren.
Nach fünf Minuten
ist die Untersuchung bei Monika Witos abgeschlossen. Dr. Ralph Schumacher
ist zufrieden mit den Untersuchungsergebnissen und
den neuen diagnostischen Möglichkeiten, die das St. Josef Krankenhaus
Monheim nun zu bieten hat.
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