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Angst- und
schmerzfrei im Krankenhaus
Dr. Hans-Ulrich
Giesen ist neuer Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin
und Schmerztherapie an der St. Lukas Klinik. Der 44-Jährige tritt
damit
die Nachfolge von Dr. Albert Driessen an, der im letzten Jahr in
den
Ruhestand verabschiedet wurde.

Anästhesie habe
etwas krakenartiges, sagt Dr. Hans-Ulrich Giesen. Denn, so der neue
Chefarzt an der St. Lukas Klinik, Anästhesisten hätten heute weit
mehr Aufgaben, als Patienten in Narkose zu versetzen. Insbesondere
der Schmerztherapie für die stationären Patienten käme eine besondere
Bedeutung zu. "Viele Patienten haben weniger Angst vor dem chirurgischen
Eingriff als vor der Narkose und den Schmerzen, die der Operation
folgen", weiß der 44-Jährige. Narkoseverfahren und Operationstechniken
werden mehr und mehr aufeinander abgestimmt, so dass die Patienten
schneller wieder mobil werden. Auch wenn absolute Schmerzfreiheit
nur selten erreicht werden könnte, sollten die Patienten das Krankenhaus
angstfrei erleben können, wünscht sich Dr. Markus Meibert, Ärztlicher
Direktor und Chefarzt der Chirurgie an der St. Lukas Klinik. Eine
gute Aufklärung bereits im Vorfeld kann da schon viel positives
bewirken.
Rund 5.000 Anästhesien
werden in der St. Lukas Klinik in den unterschied-lichsten Verfahren
jährlich durchgeführt. "Das Spektrum hier ist sehr breit und gleichzeitig
sehr tief, gleichzeitig ist die Abteilung im pflegerischen und ärztlichen
Dienst gut aufgestellt", nennt Dr. Hans-Ulrich Giesen Gründe, warum
er sich für die St. Lukas Klinik entschieden hat. Mund-, Kiefer-
und Gesichtschirurgie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Chirurgie - auch
mit dem besonderen Schwerpunkt der Krebsbehandlung in der Onkologie.
Denn auch hier ist Dr. Hans-Ulrich Giesen als Palliativmediziner
gefragt. "In der Palliativmedizin geht es darum, die Begleitsymptome
der Patienten zu milderen, deren Grunderkrankung nicht heilbar ist
und so die Lebensqualität zu steigern", sagt Dr. Hans-Ulrich Giesen,
dem die Zuwendung zu und das Gespräch mit seinen Patienten und ihren
Angehörigen besonders am Herzen liegt. "Die technisierte Medizin
muss den Patienten nicht zum Subjekt machen."
Seit 1. April
ist der gebürtige Mainzer jetzt in Solingen. Kleine Änderungen wie
den Einzug der narkosebegleitenden Akupunktur im OP-Saal hat er
schon bewegt, doch auch große Ziele verfolgt der neue Chef: "Wir
möchten den für Solingen notwendigen zweiten Notarztstandort an
die St. Lukas Klinik holen." Die Ausschreibung läuft zurzeit. Hier
hat der erfahrene Notfallmediziner Giesen die Klinikleitung ganz
auf seiner Seite: "Mit Dr. Giesen haben wir fachlich beste Voraussetzungen",
sagt Einrichtungsleiterin Ursula Göbel. Baulich wird mit dem beginnenden
Umbau der Zentralen Notaufnahme nachgezogen.
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