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Neue Heimat
für die Frauenselbsthilfe nach Krebs in Hilden
"Auffangen
- Informieren - Begleiten": Mit diesem Motto ist die
Selbsthilfegruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Hilden
seit mehr als 30 Jahren für Krebspatientinnen da. Nun findet Sie
nach einigen Umzügen im Kplus Forum Hilden ein neues Zuhause für
ihre Gruppentreffen.
Gespräche über
das Thema Krebs brauchen Zeit. Sie brauchen Ruhe und Raum. An letzterem
mangelte es der Frauenselbsthilfe nach Krebs Hilden e. V. seit einigen
Jahren. "Immer wenn wir wieder einen Raum gefunden hatten, mussten
wir bald darauf umziehen", erinnert sich Renate Laimann, die Leiterin
der Gruppe. Die Gründe dafür waren vielfältig, einmal standen sogar
die Abrissbagger vor der Tür. Ein echtes Zuhause konnte die Gruppe
nicht finden. Das ist nun anders: Denn ab dem 1. März wird sich
die Selbsthilfegruppe regelmäßig einmal monatlich im Kplus Forum
Hilden am St. Josefs Krankenhaus treffen. "Wir freuen uns, dass
wir hier mit offenen Armen empfangen werden", strahlt Renate Laimann
über das ganze Gesicht.
Die Diagnose
Krebs ist für viele Frauen vernichtend. Dr. Constantin Pagouras,
Chefarzt Senologie am St. Josefs Krankenhaus Hilden und Leiter des
dort ansässigen Brustzentrums Kplus, schätzt die Arbeit der Selbsthilfegruppe
deshalb sehr. "Da geht es im ersten Moment nur darum: Lebe ich oder
sterbe ich", berichtet er. Für viele Frauen sei es deshalb im ersten
Moment das wichtigste, aufgefangen zu werden. "In dieser Phase ist
seelische Unterstützung, menschliche Nähe ganz wichtig", betont
der Mediziner. Die Frauen in der Selbsthilfegruppe wissen aus eigener
Erfahrung, was auf die Betroffenen einstürmt, welche Gedanken und
Nöte sie haben - und sie können schnell weiterhelfen.
In den regelmäßigen
Gruppentreffen tauschen sich die Frauen aus oder organisieren Vorträge
von Medizinern und anderen Fachleuten. Das Themenspektrum ist unendlich:
Da geht es um zwischenmenschliche Probleme, aber auch darum, welche
Reha zu empfehlen ist. Alleinstehende Frauen brauchen jemanden,
der sich um den Hund kümmert. Andere fühlen sich plötzlich von Freunden
und Familie unverstanden. Existentielle Ängste sind da ebenso Gesprächsthema
wie praktische Fragen des alltäglichen Lebens. "Das geht uns auch
manchmal ganz schön an die Nieren", erzählt Renate Laimann ernst,
nur um im nächsten Moment wieder ein strahlendes Lächeln aufzusetzen.
Denn schließlich ist es ein großes Ziel der Gruppe, der Lebensfreude
trotz der Krebserkrankung Raum zu geben.
Neben den Gruppentreffen
hat die Frauenselbsthilfe nach Krebs auch eine feste Sprechstunde
im Brustzentrum Kplus. Hier können Frauen schnelle Hilfe finden,
die im St. Josefs Krankenhaus bereits stationär behandelt werden.
Auch dieses Angebot resultiert aus der guten Zusammenarbeit zwischen
der Selbsthilfegruppe und dem Team des Brustzentrums. Dr. Constantin
Pagouras bringt es auf den Punkt: "Die Selbsthilfegruppe ist für
mich und das Brustzentrum unersetzlich geworden."
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