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Wenn die
Speiseröhre brennt ...
Brennende
Schmerzen, Druckgefühl hinter dem Brustbein, saures
Aufstoßen: Sodbrennen quält. Mehrere Millionen Menschen sind
davon betroffen und leiden unter den unangenehmen Symptomen.
In einem Vortrag der Reihe "Gesundheit!" spricht Dr. Ralph Schumacher,
Chefarzt Innere Medizin im St. Josef Krankenhaus Monheim, am 8.
März 2010 zum Thema.
Viele Menschen
kennen Sodbrennen aus eigener Erfahrung - aber was passiert dabei
eigentlich im Körper?
Dr. Ralph Schumacher: "Beim Sodbrennen kommt es zu einem chronischen
Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Man nennt die
Erkrankung deshalb auch Reflux, was im Lateinischen Rückfluss bedeutet.
Die Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre, so dass es
zu Entzündungen kommen kann."
Welche Symptome
verspüren Betroffene?
Dr.
Ralph Schumacher: "Charakteristisch sind brennende Schmerzen hinter
dem Brustbein, die von unten nach oben ausstrahlen. Auch ein Druckgefühl
hinter dem Brustbein und Schluckbeschwerden treten auf. Es kann
zu Luftaufstoßen und Zurückfließen von Nahrungsresten kommen. Auch
Heiserkeit und Asthma gehören zu den Begleiterscheinungen von Sodbrennen.
In der Regel verstärken sich die Symptome im Liegen oder beim Bücken,
da dann die Magensäure leichter in die Speiseröhre gelangen kann."
Was löst
das Sodbrennen aus?
Dr. Ralph
Schumacher: "Die häufigste Ursache ist ein Zwerchfellbruch, der
dazu führt, dass der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen
nicht mehr richtig funktioniert. Aber auch gebratene und fettreiche
Speisen, Kaffee- und Alkoholkonsum sowie der Genuss von sauren und
kohlensäurehaltigen Getränken fördern das Sodbrennen. Hinzu kommt,
dass Übergewicht den Bauchinnendruck und damit den Druck auf den
Magen erhöhen kann."
Muss man
etwas gegen das Sodbrennen tun?
Dr. Ralph Schumacher: "Eine Behandlung durch einen erfahrenen Facharzt
ist dringend notwendig. Bleibt die Refluxkrankheit unbehandelt,
kann sie unter Umständen schwere Folgeerkrankungen wie beispielsweise
Speiseröhrenkrebs oder Asthma nach sich ziehen. Die überwiegende
Mehrzahl der Patienten kann mit Medikamenten erfolgreich behandelt
werden. Hierzu werden Säurehemmer eingesetzt, die die Magensäure
reduzieren oder sie neutralisieren. Eine Ernährungsumstellung zur
Gewichtsreduktion und magenschonende Kost kann helfen. Zum Beispiel
sollte vier Stunden vor dem Schlafengehen zuletzt gegessen werden,
und die Betroffenen sollten fettreiche und stark gewürzte Speisen
meiden."
Was erwartet
die Besucher Ihres Vortrages?
Dr. Ralph Schumacher: "In meinem Vortrag werde ich die Diagnose-
und die Therapiemöglichkeiten erläutern. Wie erkennt man überhaupt
die Ursache des Sodbrennens? Was kann man dann dagegen tun? Ist
eine Operation zwingend notwendig? Selbstverständlich wird auch
Zeit für eine Fragerunde sein."
Vortrag
der Reihe "Gesundheit!" im St. Josef Krankenhaus Monheim
8. März 2010, 19.30 Uhr
Erkrankungen
des oberen Verdauungstraktes
Sodbrennen
Reflux Pathophysiologie - Diagnostik und Therapieoptionen
Referent
Dr. Ralph Schumacher, Chefarzt Innere Medizin
St. Josef Krankenhaus Monheim
Ort
Veranstaltungsraum 3. Etage, St. Josef Krankenhaus Monheim, Alte
Schulstraße 21-23
Der Eintritt
ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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